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© Hedwigschwestern, Berlin 2010

Name, Geist und Ziel der Gemeinschaft

Die Kongregation der Hedwigschwestern von der allerreinsten Jungfrau und unbefleckt empfangenen Gottesmutter Maria und vom III. Orden des heiligen Augustinus wurde am 14. Juni 1859 von dem Breslauer Priester Robert Spiske ( 1821-1888 ) gegründet.

Er wählt für uns Schwestern die blaue Farbe des Schleiers als Hinweis auf das Dogma der Unbefleckten Empfängnis Mariens, das fünf Jahre zuvor am 8. Dezember 1854 verkündet wurde.

Die Kongregation ist päpstlichen Rechts: Wir erhielten vom Apostolischen Stuhl am 29. Mai 1872 das Dekret der Belobigung und am 12. Januar 1931 das Dekret der endgültigen Approbation und Bestätigung.

Am 25. März 1959 wurden wir dem Orden des Hl. Augustinus angeschlossen, dessen Regel für uns die Grundlage unseres gemeinsamen Lebens ist.

Die Hauptpatronin unserer Ordensgemeinschaft ist nach dem Willen des Stifters die Hl. Hedwig von Schlesien (1174-1243), nach der wir unseren Namen tragen. Außerdem weihen wir uns in besonderer Weise dem Heiligsten Herzen Jesu und verehren als unsere Schutzpatrone die seligste und unbefleckt empfangene Jungfrau und Gottesmutter Maria, den Hl. Josef, den Hl. Augustinus und den Hl. Franz von Sales.

Unsere Aufgabe ist das Lob Gottes und die soziale Arbeit

Wir widmen uns der christlichen Erziehung und dem Unterricht von Kindern und Jugendlichen nach den Grundsätzen der Kirche. Vielerorts konzentrieren wir uns Schwestern auf die heilpädagogische Erziehung von lern- und geistig behinderten Kindern.
Darüber hinaus sind wir in der Seelsorge tätig, übernehmen die Betreuung von alten und kranken Menschen und wollen Hilfsbedürftigen dienen, gemäß dem Wort Jesu : “Was Ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr auch mir getan.”

Leben nach dem Evangelium - die evangelischen Räte

Wir Schwestern folgen dem Ruf Jesu in einem Leben nach den evangelischen Räten : Armut, Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen und Gehorsam. Diese drei Gelübde legen wir vor unserer Generaloberin ab.

Armut

Das bedeutet für uns alles loszulassen, was uns geistig oder materiell bindet. Wir werden arm, nicht weil wir die Werte und Güter des Lebens verachten, sondern weil wir “arm dem armen Christus” folgen möchten. Frei und unabhängig zu sein vom Irdischen macht uns fähig, Gott im Alltag zu entdecken und zu erkennen, dass alle Menschen ihren wahren Schatz im Himmel haben.

Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen

Eine Form der Armut ist die Ehelosigkeit um Jesu und des Evangeliums willen. Bei aller Hochschätzung von Ehe und Familie als Lebensform ist das Dasein für die anderen ein Zeichen der Lebenshingabe aus Liebe zu Gott.

Gehorsam

Lebenshingabe und Armut münden in den Gehorsam. Wer sich auf einen solchen Weg zu Gott und den Menschen einlässt, muss arm an Eigensinn und persönlichen Wünschen sein. Das Leben in der Gemeinschaft der Ordensfamilie ist auch Erfahrung von Kirche, ist Vertrauen auf den nahen Gott, der das Leben mit uns teilt.

Die evangelischen Räte :

Armut

Gehorsam

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„Ehelosigkeit um des Himmelreiches Willen“

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